Feiertage bis Frontera
Frontera in El Hierro
Überblick
Frontera ist die größte Gemeinde und das Herz des am stärksten bewohnten Tals auf El Hierro und nimmt das außergewöhnliche El-Golfo-Tal an der Nordwestküste der Insel ein — eine riesige alte Vulkankaldera, die vor Millionen von Jahren ins Meer gestürzt ist und einen dramatischen halbmondförmigen Steilhang hinterlassen hat, der sich fast 1.000 Meter über dem Talboden erhebt. Der Talboden ist nach El-Hierro-Maßstäben bemerkenswert fruchtbar und grün, von den nordöstlichen Passatwinden durch die umliegenden Felsen geschützt und von der Sonne erwärmt, die die offene Westseite des Amphitheaters trifft. Dies ist das Weinbauherz der Insel: Die Vulkanhänge des Tals produzieren einige der markantesten Weine der Kanarischen Inseln, mit Reben, die in durch Vulkanmineralien angereichertem Boden wachsen. Das Gebiet ist auch für seine bemerkenswerten natürlichen Schwimmbäder bei La Maceta und Charco Azul bekannt, die in die Lavaplatten an der Küste des Tals gehauen wurden.
Strände & Natur
El Hierro hat keine Sandstrände im traditionellen Sinne — die gesamte Insel ist vulkanisch, und ihre Küste besteht aus schwarzen Lavaplatten, dramatischen Meeresklippen und natürlichen Felsbecken. Die Felsbecken bei La Maceta und Charco Azul im Frontera-Gebiet gehören zu den schönsten natürlichen Meerwasserpools der Kanarischen Inseln: groß, geschützt, brillant klar und spektakulär vor der Kulisse des El-Golfo-Steilhangs gelegen. Das Schnorcheln rund um diese Pools und entlang der Lavaküste ist ausgezeichnet — das Wasser von El Hierro ist Teil des Meeresreservats der Insel und außergewöhnlich klar, mit Sichtweiten, die regelmäßig 30 Meter überschreiten. Der dramatische Steilhang über dem Tal mit seinen senkrechten 900-Meter-Felswänden ist eines der ehrfurchtgebietendsten Naturmerkmale im Archipel.
Aktivitäten
Die Lavapools La Maceta und Charco Azul sind die primäre Freiluftsehenswürdigkeit und bieten ein natürliches Meerwasserbad von außergewöhnlicher Schönheit. Das Tal bietet hervorragende Wandermöglichkeiten: Die Wege, die vom Talboden durch die Weinberge und hinauf auf den Steilhang führen, bieten einige der dramatischsten Wanderungen der Insel. Die Weinroute durch die Weinberge des Tals — die D.O.-El-Hierro-Herkunftsbezeichnung — ermöglicht Besuche in kleinen Familienbodegas, die unverwechselbare Weine aus Rebsorten wie Verijadiego, Baboso und Pedro Ximénez produzieren, die in Vulkanboden gewachsen sind, dem eine markante mineralische Qualität verleiht. Die einzigartige vertikale Kirche von Frontera — die Iglesia de la Candelaria mit ihrem separaten Glockenturm, der in eine Vulkanhöhle eingebaut ist — ist eine architektonische Kuriosität, die es wert ist zu besichtigen. Das nahegelegene Meeresreservat El Hierro gilt als eines der besten Tauchziele im Atlantik.
Essen & Nachtleben
Frontera bietet eine bescheidene Auswahl an traditionellen Restaurants und Bars, die den landwirtschaftlichen und weinbaulichen Charakter des Tals widerspiegeln. Das Essen ist unkompliziert und ausgezeichnet: frischer Fisch, lokaler Ziegenkäse, Kartoffeln mit Mojo und gegrilltes Fleisch, begleitet von den eigenen Weinen des Tals. Die lokalen El-Hierro-Weine sind die herausragende kulinarische Entdeckung für Besucher — die Weißweine sind besonders gut, frisch und mineralisch mit einer Intensität, die den Vulkanboden widerspiegelt. Einige der Bodegas des Tals bieten Verkostungen und Direktverkauf an. Nachtleben gibt es im konventionellen Sinne praktisch nicht; dies ist ein ruhiges Landwirtschaftstal. Für eine etwas breitere Auswahl ist die Hauptstadt Valverde rund 30 Minuten entfernt.
Unterwegs vor Ort
Der Flughafen El Hierro (VDE) liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von Frontera — etwa 35 Minuten mit dem Auto auf kurvenreichen Straßen. Ein Mietwagen ist für den Besuch von Frontera praktisch unverzichtbar, da der öffentliche Nahverkehr äußerst begrenzt ist. Die Straße von der Hauptinselstraße in das El-Golfo-Tal führt durch dramatische Landschaft und erfordert sicheres Fahren auf einer schmalen Bergstraße. Innerhalb des Tals sind die Entfernungen kurz und die Geografie leicht zu navigieren. Der Fährhafen in La Estaca an der Ostküste liegt rund 45 Minuten von Frontera entfernt.
Reisezeit
Das El-Golfo-Tal hat ein besonders warmes Mikroklima, das durch seinen umliegenden Steilhang vor den Passatwinden geschützt ist und mehr direkte Sonneneinstrahlung erhält als die Ostküste der Insel. Das macht Frontera besonders attraktiv im Winter, wenn die Temperaturen warm bleiben und das Tal grün und produktiv ist. Der Sommer ist nach El-Hierro-Maßstäben heiß. Die Weinlese findet typischerweise im August und September statt, wenn die kleinen Bodegas des Tals am aktivsten und für Besucher am einladendsten sind. Die natürlichen Pools sind vom späten Frühling bis zum frühen Herbst am angenehmsten zu nutzen.
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